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P & R stellt Container-Investments ein – Handelsblatt berichtet über mögliche Schwierigkeiten

Standardisierte Container: Für den Güterverkehr unerlässlich

Standardisierte Container sind im Güterverkehr unerlässlich. Auf dem Seeweg erfolgt der Handelstransport weltweit fast nur unter Einsatz von standardisierten Containern. Schon seit mehr als 20 Jahren sind auch „Investments in Container“ in Deutschland bekannt.

Es gibt bei diesen Investments unterschiedliche Anlageformen. Manche investieren in einen Fonds (Containerfonds). Andere investieren aber auch in den Direkterwerb von Schiffscontainern. Somit haben Anbieter, angepasst an die Vorlieben der Kunden, auch ein dementsprechend großes Angebotsportfolio. Je größer das Portfolio, desto schwerer der Überblick. Vor- und Nachteile sind nicht mehr einfach zu erkennen.

Container sind dabei üblicherweise beim Direktinvestment einzelnen Investoren zugeordnet. Dabei erhalten die Investoren eine vereinbarte Sollmiete. Diese wird z.B. jährlich bezahlt. Zum vereinbarten Laufzeitende der Investition, erwirbt der Anbieter die Container vom Anleger zurück. Die Anbieter kaufen die Container mit Abschlägen um 45 % des Neupreises zurück. Dabei liegt die Laufzeit in der Regel unter 10 Jahren.

Hohe Renditen

Die versprochenen und in der Vergangenheit auch oft erzielten Renditen liegen aktuell erheblich über dem Kapitalmarktniveau.

In der Vergangenheit hat es in Deutschland bislang erst einen bekannten Fall von ernsthaften Problemen bei solchen Containerinvestmenst gegeben. Damals kam es zu Nachverhandlungen bei denen die Investoren einer Mietreduzierung zustimmen sollten.

Die Risiken solcher Conatinerinvestments sind vielfältig und können enorme Auswirkung haben. Gleichwohl wurden solche Anlagen in der Vergangenheit als nahezu risikoloses Investment vertrieben.

P&R – Too big to fail?

Das Handelsblatt berichtet am 09.03.2018 über die Einstellung von Neuinvestments durch die P&R Transport-Container GmbH, dem Marktführer solcher Anlagen. P&R ist mit 50 000 Kunden und einem Investmentvolumen von 3,5 Mrd. Euro der größte Anbieter für Direktinvestments in Schiffscontainer. 5 % des weltweiten Containerbestandes soll P&R ausgeliefert haben. Somit können einer wirtschaftlichen Schieflage des Unternehmens Millionenschäden folgen.

Bereits jetzt teilt P&R seinen Kunden mit, dass fällige Mieten und Rückzahlungen verspätet gezahlt werden. Denn für die Vielzahl an zurückfließenden Container, braucht es auch eine entsprechend große Zahl Abnehmer. Das berichtet jedenfalls das Handelsblatt.

Schnelle Hilfe bedeutet anwaltliche Unterstützung

Anleger tun gut daran, sich bei Abschluss solcher Verträge anwaltlich zu beraten. Besonders wichtig ist das für Kunden, die sich bereits falsch beraten fühlen oder das persönliche Risiko nicht kannten. Vertrauen Sie ihrem Bauchgefühl!

Wir bei LSS führen seit vielen Jahren ein Dezernat für Bank- und Kapitalmarktrecht. Dabei waren wir in allen relevanten Anlageskandalen erfolgreich für unsere Mandanten tätig. Gerne helfen wir auch Ihnen dabei Ansprüche zu evaluieren und geltend zu machen.